Aktuelle Ausstellung

zähhell

Claudia Borowsky | Beton – Nylon – Papier

Claudia Borowsky erkundet in ihrer künstlerischen Arbeit die skulpturalen und plastischen Wirkungen von Materialien, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Die Freiburger Künstlerin arbeitet zum einen mit Beton, den sie mit Nylonstrumpfhosen kombiniert. Hier geht es ihr um Kräfteeinwirkungen wie Zug, Druck oder Schwerkraft. Zum anderen arbeitet sie mit Papier: Inwieweit lässt sich ein herkömmliches Blatt Papier durch Falten und Biegen der Oberfläche steuern? Raumgreifende Installationen stehen in unserer Ausstellung den filigranen, schwebendleichten Papierskulpturen gegenüber.

Zurückliegende Ausstellungen

Sprechende Hunde

Claudia Grünig – Fotografie | 31.5.19 bis 30.9.2019

Eröffnung im Rahmen der Kunst-Loose-Tage
vom 31. Mai bis 2. Juni, jeweils von 10 bis 18 Uhr

Die Ausstellung ist bis 31. August geöffnet.

Öffnungszeiten:
Samstag von 13 bis 18 Uhr
Sonntag von 15 bis 18 Uhr
Montag bis Freitag und außerhalb der Wochenendöffnungszeiten gern nach telefonischer Vereinbarung unter 033456 38 30 65.

Märchenhafte Szenerien offenbaren sich dem Betrachter in den Fotografien der Kölner Künstlerin: oft ein bisschen unheimlich, seltsam bekannt und dennoch irreal, surreal gar. Auf den Spuren von Märchen- und Sagengestalten, die seit Jahrhunderten im kollektiven Bewusstsein verwurzelt sind, erforscht Claudia Grünig deren Übersetzungen in eine zeitgemäße, moderne Bildsprache. So erscheinen uns die Figuren zwar seit frühester Kindheit vertraut und sind doch ihrem erwartbaren Umfeld entrissen und fordern uns auf diese Weise auf, ihre Märchen- und Sagenwelt neu zu durchdenken.

Remember Me

Andrea Imwiehe | Malerei | 24. März bis 19. Mai 2019

Vernissage am 24. März 2019 von 15 bis 19 Uhr

Künstlergespräch: „Sind Erinnerungen Wirklichkeit?“
Werkseinführung und Führung durch die Ausstellung ca. 15.30 Uhr

Ausstellungsdauer bis 19. Mai

Öffnungszeiten:
Mittwoch, Donnerstag, Freitag von 17 bis 19 Uhr
Samstag von 10 bis 14 Uhr
Und immer nach Vereinbarung unter 033456 38 30 65. Bitte zögern Sie nicht, uns anzurufen.

In Andrea Imwiehes Malerei geht es um das Spiel mit Erinnerungen. Was davon entspricht der tatsächlichen Realität? Was ist nur in unseren Köpfen zur Realität geformt? Was verschwindet innerhalb der Erinnerungen, was drängt sich in den Vordergrund? Künstlerisch begegnet Andrea Imwiehe diesen Fragen auf drei Ebenen: der klaren, farblich eingeschränkten Fläche des Bildhintergrundes, der ins Holz geschnitzten zeichnerischen Linie von Objekten und Gebäuden und drittens dem malerischen Realismus der einbettenden Landschaft. So entsteht neben der spielerischen Auseinandersetzung mit ihrem Thema auch eine selten eindeutige Wiedererkennbarkeit der künstlerischen Handschrift.  

Leises Land

Hans Endelmann – Malerei, Zeichnung, Collage

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Vernissage am Sonntag, 20. Januar 2019 von 15 bis 19 Uhr

Künstlergespräch: „Über die Erzählende Stille“
Werkseinführung und Führungen durch die
Ausstellung ca. 15.30 Uhr und 17.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 20. Januar bis 10. März 2019

Öffnungszeiten:
Mittwoch, Donnerstag, Freitag von 17 bis 19 Uhr
Samstag von 10 bis 14 Uhr
Und immer nach Vereinbarung unter 033456 38 30 65.
Bitte zögern Sie nicht, uns anzurufen.

Es sind die stillen Töne, die der Künstler Hans Endelmann sucht, wenn er sich auf den Weg in die Landschaft begibt. Seine Arbeiten sind Alltagschroniken, die sich mit dem Atmosphärischen, mit der ein- oder ausladenden Stimmung einer Landschaft oder eines Alltagsgegenstandes auseinandersetzen. Seine Bilder sieht er als Übersetzung einer Korrespondenz, die sich zwischen Landschaft oder Gegenstand und dem Beobachter entspinnt. Hans Endelmann: „Diese Korrespondenz vermittelt uns eine Langsamkeit, die uns aufmerken lässt und uns offene Erlebnisse schenkt. Und uns manchmal einen Zugang zu undefinierten Formen ohne bisherige Semantik verschafft. Eine Begrüßung und eine Einladung, Atmosphärisches neu zu empfinden.“

So entstehen reduzierte Collagen über afrikanische Berge, sensible aber schnelle Zeichnungen von Küstenlandschaften und fein gebrochene Farbgebungen in der Malerei. Diese leisen Töne machen ihn zu einem außergewöhnlichen Ästheten der Landschaftsdarstellung.

Petersburger Hängung

Gruppenausstellung mit Zara Alexandrova, Sabine Burmester, Daniel Eltinger, Hans Endelmann, Sophie Fensch, Zoran Georgiev, Silke Katharina Hahn, Vera Oxfort, Monica von Rosen

Vernissage m Sonntag, den 18. November 2018 von 15.00 bis 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 18. November 2018 bis 13. Januar 2019

Unsere elfte Ausstellung in der Villa feiert ein vorweihnachtliches Wiedersehen mit den meisten der bisher gezeigten Künstlerinnen und Künstlern, sowie einen spannenden Ausblick auf die erste Ausstellung im kommenden Jahr.

„Wiedersehen“ heißt jedoch nicht „Wiederholen„, vielmehr zeigen wir von allen Künstlerinnen und Künstlern neue oder andere Arbeiten – Wiedererkennen hingegen werden Sie die Handschriften der Einzelnen bestimmt.

Da ist zum Beispiel Silke Katharina Hahn, die den Ausstellungsreigen 2017 eröffnet hat und mit ihren Objekten und dreidimensionalen Zeichnungen aus Heißkleber die Besucher begeistert hat. Da ist die große Monica von Rosen, die mit ihren Polaroidfotos Weltruhm erlangt hat und die sich von dem Namen Petersburg zu einer Serie neuer Reisefotografien inspirieren lässt. Da ist Sabine Burmester, deren Materialcollagen viele von Ihnen staunen hat lassen, was alles an Schrott und Fundsachen zu Kunst komponiert werden kann
, Das Künstlerduo Zara Aleksandrova und Zoran Georgiev, das mittlerweile auch geheiratet hat, wird Ihnen mit ihren ironischen Werken sicher wieder ein Lächeln entlocken. Gespannt sind wir auf unsere beiden großen abstrakten Maler Vera Oxfort und Daniel Eltinger, die bei aller Farbgewalt und Abstraktion unterschiedlicher kaum sein könnten – wie werden ihre Werke in der Petersburger Hängung miteinander in Diskurs gehen? Und wir schlagen eine Brücke von den abstrakten Landschaften der Sophie Fensch (noch bis zum 12.11. als Einzelausstellung zu besichtigen) hin zu den noch abstrakteren Landschaften von Hans Endelmann, der uns im Januar mit ganz feinen Zeichnungen und Malereien überraschen wird.

Ein so weit gestecktes Feld zeitgenössischer Kunst lässt sich fast nicht anders präsentieren, als in einer ganz klassischen Form, eben der Petersburger Hängung. Diese war dereinst auch hochmodern, etwa zu jener Zeit, als unser Haus gebaut wurde. Und wer weiß, wenn Ratsherr Christophel, Erstbewohner unseres Hauses, kunstsinnig war, mag er die Kunst damaliger Tage ganz ähnlich präsentiert haben, wie wir nun unsere heutigen Werke.

Horizontes Flimmern

Sophie Fensch | Malerei

Vernissage am Sonntag, den 23. September 2018 von 15.00 bis 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 23. September bis 11. November 2018

Die Berliner Malerin Sophie Fensch beschäftigt sich in ihren Gemälden mit der Abstraktion von Natur und Landschaft. Beeinflusst sind Ihre Arbeiten vor allem von den Landschaften der Ostseeküste, die sie seit ihrer Kindheit beeinflusst haben. Immer wieder kehrt sie zu diesen Orten zurück, lässt sie auf sich wirken, sich immer von neuem durch sie inspirieren. Die malerische Umsetzung dieser Beobachtungen und Eindrücke erfolgt jedoch erst in ihrem Berliner Atelier. Dort, aus einem gewissen Abstand, verselbständigt sich das Malen. Die Beobachtungen und Erinnerungen fließen in freier Umsetzung in den Entstehungsprozess der Werke ein, verwandeln sich mehr und mehr in abstrakte Kompositionen aus einer Verbindung aus Malerei und Zeichnung mit fernen Bezügen zum Gesehenen und Erlebten. Der Abstraktionsprozess schreitet fort, gefundene malerische Lösungen werden selbst zum „Thema“, d.h. die Auseinandersetzung mit Materialität, Farbe, Komposition wird immer wichtiger. Die Malerei selbst wird somit zum zentralen inhaltlichen Thema.

Auch zeichnerische Elemente sind wichtiger Bestandteil von Sophie Fenschs Malerei. Sie ritzt mit der Rückseite des Pinsels sehr direkt in noch feuchte Farbmaterie, oder zeichnet mit Pinsel, Kohle oder Buntstift leicht und spielerisch auf dem Mal-Untergrund. Die Linien sind stets dynamisch, gestisch und rhythmisch – Horizonte beginnen zu flimmern.

Sophie Fensch absolvierte ihr Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste in Berlin bei dem finnischen Maler Professor Robert Lucander und schloss dieses als Meisterschülerin im Jahr 2016 ab.

Almost real

Zara Alexandrova und Zoran Georgiev | Objekte und Malerei

Vernissage m Sonntag, den 15. Juli 2018 von 15.00 bis 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 15. Juli bis 9. September 2018

Die Objekte des jungen Paares Zara Alexandrova und Zoran Georgiev zeichnen sich durch die Verbindung hohen handwerklichen Könnens mit großem künstlerischen Witz aus. Wir begegnen in ihnen einer Anmut und Eleganz, die erst auf den zweiten Blick ihre oft rabenschwarze Tiefsinnigkeit verrät. Dem gegenüber steht eine ebenso ironische, kraftvolle Malerei, die unsere Vorstellung von Schönheit gekonnt aufs Korn nimmt.

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Daniel Eltinger – Malerei

Vernissage im Rahmen der Kunst-Loose-Tage 2018:

11. Mai 2018 | 10.00 bis 18.00 Uhr
12. Mai 2018 | 10.00 bis 18.00 Uhr
13. Mai 2018 | 10.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 11. Mai bis 08. Juli 2018

Den abstrakten Gemälden von Daniel Eltinger liegt formal wie inhaltlich das Prinzip der Inversion zugrunde. Bei dieser von ihm selbst entwickelten Technik werden die Farben in sehr flüssigem Zustand und mit verschiedenen Zusätzen versehen zunächst auf Zwischenträger aufgetragen und trocknen gelassen. In mehreren Durchgängen entstehen Schichtungen, die das eigentliche Farbfundament sukzessive verdecken. Anschließend werden sie auf die Leinwand gedruckt, und die Reihenfolge der Schichtungen dreht sich um. Die vorher obenliegenden Farben werden somit zum Fundament und die unterste Schicht zum Vordergrund.

In seinen Gemälden überführt Daniel Eltinger religiöse Themen in Malerei. Dabei nähert er sich der Religion nicht illustrativ-verfremdend, sondern im Sinne einer Exegese an: Er tritt mit einem biblischen Text oder einem theologischen Konzept in einen Dialog und ergründet im Malprozess dessen Bedeutung. Der Prozess des Annäherns und Auslotens und die dabei freigesetzten Empfindungen manifestieren sich in der farblichen Komposition, die ebenso symbolisch wie subjektiv emotional besetzt ist. Der Künstler selbst spricht vom Farberlebnis als von einer Gefühlswahrheit, die nicht objektiv präsent ist, sondern durch eine Identifikation mit dem Farbgeschehen eintritt.

Die solcherart durchfühlten und durchdachten Farbkompositionen fungieren als eine Art Membran für einen spirituellen Austausch. Sie sind ein Angebot an den Betrachter, wenn er mit dem Bild in Dialog tritt, zugleich auch mit sich selbst zu kommunizieren und, wenn seine Augen in die Bildtiefe vordringen, zugleich auch in sein eigenes Inneres zu blicken. Auch bei der Betrachtung der Bilder findet also idealerweise ein Moment der Inversion statt. Der ins Bild gerichtete Blick kehrt sich um und erforscht das eigene Empfinden.

Fläche - Linie - Licht

Vera Oxfort | Malerei

Vernissage: 18. März 2018 | 15.00 bis 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 18. März bis 06. Mai 2018

Vera Oxfort spricht mit ihren Werken die Sinne des Betrachters weit über das zu Sehende hinaus an. Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist die Veränderung unserer Wahrnehmung von Geräuschen und Lauten etwa inmitten einer Nebellandschaft. Der Betrachter wird auf sich selbst zurückgeworfen und nimmt – nicht nur optisch – sein Umfeld völlig anders wahr. Dieses Spiel mit der Wahrnehmung ist ein immer wiederkehrender Impuls während des Arbeitsprozesses, bei dem Vera Oxfort eine Vielzahl von Schichten aus Zeichnung und Malerei übereinanderlegt. Dabei entwickeln die unteren Schichten mit jeder Übermalung weitere Kraft. So entstehen Werke, die eine unterbewusste Faszination ausüben.

Itinérance

Marlène Pluquet – Malerei und Grafik

Vernissage: 21. Januar 2018 | 15.00 bis 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 21. Januar bis 11. Mai 2018

Mit Marlène Pluquet stellen wir Ihnen eine junge, französische Künstlerin vor, die seit mehreren Jahren in Berlin lebt und arbeitet. Ihre Werke zeichnen sich durch eine äußerst feine und leichte Handschrift aus. Schon bei unserer Gruppenausstellung im vergangenen Jahr entzückte sie sowohl mit ihrer Landschaftsmalerei, als auch mit ihren filigranen Grafiken von Blumen und Gärten.

Für ein Salonkonzert im Rahmen der Eröffnung konnten wir den Komponisten und Musiker Joachim Gies gewinnen, der Sie in erstaunlich zarte und unverbrauchte Klangwelten zeitgenössischer Musik entführen wird.

Bronzezeit

Susanne Kraißer  – Skulptur und Kleinplastik

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Susanne Kraißer, Mädchen mit Mini

Vernissage: Sonntag, 19. November 2017 | 15.00 bis 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 19. Mai 2017 bis 14. Januar 2018

Susanne Kraißer begeisterte schon die Besucher unserer ersten Gemeinschaftsausstellung vor allem mit ihren Kleinplastiken. Mit leichter Hand und großer Fingerfertigkeit schafft die in Rosenheim geborene und in Bad Belzig lebende Künstlerin ihre Figuren, die auf berückende Art Gegensätze wie Labilität und Stärke oder Bewegung und Erstarrung in ihrer Zerbrechlichkeit und massiven Materialität vereinen. Oder anders gesagt: der Betrachter meint auf den ersten Blick genau zu wissen, was die Figuren fühlen und denken. Als hätte die Künstlerin ein Lebensgefühl für immer eingefangen und in Bronze gegossen.

Informationen zum Lebenslauf Susanne Kraißers finden Sie hier.
 
Musikalisch begleitet uns an der Vernissage Stanley Schätzke am Klavier, der sein Publikum mit Swing und Jazz der 20er Jahre mitzureißen weiß und sich in der Jazzszene Berlin einen sehr guten Namen gemacht hat.

81 - 17       Retrospektive

Monica von Rosen | Fotografie

Vernissage: 24. September 2017 | 15.00 bis 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 25. September bis 5. November 2017

„Heute, im sommerlich warmen Berliner Tiergarten, erinnre ich mich an den nasskalten Tag im Jahr 1980 als ich in einem Winterwald nahe von Zürich spazierte. Damals fühlte ich mich an einer Wegscheide, suchte nach einer neuen existenziellen Richtung. Mit einer Polaroid-Kamera fotografierte ich Tagebuch ähnlich in vielen Aufnahmen meinen Lebensalltag. Und ich suchte… bis ich entdeckte, dass ich mit diesem „Sofort-Bild-Material“ eine mir wichtig werdende Gestaltungsform entwickeln kann, eine experimentelle Bildsprache gefunden hatte. Die spannende Wechselbeziehung vom Polaroid-Foto und der Weitergestaltung durch Abkratzen, Abhäuten und Übermalen faszinierte mich. Mit dieser Technik konnte ich die (illusionäre) Deckungsgleichheit zwischen dem Gesehenen und dessen Abbild verwischen, und stattdessen mein „Erlebnis“ als „Idee“  fragmentarisch und zeichenhaft darstellen.

Polaroid hat damals, vor mehr als 35 Jahren, mein Leben verändert. Ich wechselte vom Wort zum Bild, gab meinen Beruf als Journalistin und Autorin auf, wurde Fotografin und Künstlerin.“

Mit Monica vopn Rosen präsentieren wir in der Villa Blunk eine international anerkannte, ja gefeierte Künstlerin, deren Werk nicht nur durch die experimentelle Arbeit mit der Polaroidkamera in den 80er Jahren immer größere Beachtung findet. Vor allem ihre (auto)biografische Auseinandersetzung mit der persönlichen, teils weit zurückliegenden Familiengeschichte bildet einen enorm spannenden Bereich ihres Gesamtwerks. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ihre Bilder weniger eine akkurate Rekonstruktion der Geschehnisse zeigen, sondern vielmehr ihre subjektive Wahrnehmung der Vergangenheit: „Sie spiegeln meinen Versuch gegen das Verdrängen und Schweigen, sind eine Interpretation aus der Sicht meines ,Hier und Jetzt-Verständnisses´.“

In unserer Retrospektive begleiten wir über mehr als drei Jahrzehnte wesentliche Schaffensphasen der Fotografin und Künstlerin.

Wie ein Staubkorn im Wind

Sabine Burmester: Collage | Malerei

Vernissage: 25. Juni 2017 | 15.00 bis 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 26. Juni bis 3. September 2017

Sabine Burmesters Malerei entführt uns in scheinbar chaotische Materialkompositionen aus Ge- und Verbrauchtem, aus Neuem und Alten, aus Verbogenem, Verrosteten, Weggeworfenem und Wiedergefundenem. Ihre Bilder und Collagen sind eine Hommage ans Werden und Vergehen.

Walking The Line

Silke Katharina Hahn – dreidimensionale Zeichnungen und Objekte

Silke Katharina Hahn, all together, 2014, Fahrradreifen, Heißkleber, Neunteilig, 25 x 180 x 25 cm | Foto: Fürcho GmbH, courtesy: mianky.Gallery

Vernissage: 14. Mai 2017 | 15.00 bis 19.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 15. Mai bis 18. Juni 2017

Dem Diktat, dass Zeichnung zweidimensional ist und bleiben muss, mochte Silke Katharina Hahn sich nicht unterwerfen. Und so nimmt sie als Stift eine Heißklebepistole und zeichnet die perfekte schwarze Linie – in die dritte Dimension. Sie verfolgt ein Konzept der linearen Veränderung von einer zweidimensionalen in eine dreidimensionale Zeichnung. Mit einer akribischen Vorarbeit und Planung, gepaart mit der Kontinuität der Wiederholung, unterwirft sie sich dem absoluten Zufall. Denn wie die dreidimensionale, durch Hitze geformte Linie sich entwickelt, welche Form sie nimmt, welche Fäden sie nach sich zieht ist für die Künstlerin kaum absehbar.

1. Zyklus: 6 Frauen

Eröffnungsausstellung der Villa Blunk

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Ausstellungeröffnung: 19 März 2017

Ausstellungsdauer: 19. März bis 07. Mai 2017

Ganz selbstverständlich erobern sich Frauen heute ihren Platz in der Kunst – nicht mehr als Muse oder Objekt der Begierde, sondern als Künstlerinnen mit ganz eigenen Sicht- und Herangehensweisen und künstlerischen Standpunkten.

In einem ersten Ausstellungszyklus, der von März 2017 bis Mai 2018 dauern wird, präsentieren wir sechs dieser Frauen, zunächst in dieser Gruppenausstellung, der dann Einzelausstellungen folgen werden. Obwohl die sechs Künstlerinnen aus ganz unterschiedlichen Gegenden und Zeiten kommen, haben sie wesentliche Gemeinsamkeiten:

Sie alle arbeiten auf eine außergewöhnliche Weise mit ihren jeweiligen Materialien, entdecken und erforschen dabei neue Wege der Werksgestaltung und präsentieren uns Arbeiten, die in ihrer Außergewöhnlichkeit einzigartig sind.

Ihre Genres reichen zwar von der klassischen Malerei und Zeichnung (Vera Oxfort) und Mixed Media (Sabine Burmester) über Druckgrafik (Marlène Pluquet), Fotografie (Monica von Rosen), bis hin zur skulpturalen Zeichnung (Silke Katharina Hahn) und zur Skulptur selbst (Susanne Kraißer). In dieser Unterschiedlichkeit der Genres vereint sie jedoch stets das Spielerische, Leichte, Suchende, das ihre Arbeiten so faszinierend macht.