Trilogie des Erinnerns - Teil 3
Berditschew
Thomas Wernicke | Zeichnung, Foto, Video, Berichte, Installation
Ausstellung von Sonntag, 12. April 2026 bis Samstag, 9. Mai 2026
Vernissage:
Sonntag, 12. April 2026 ab 15 Uhr
Künstlergespräch ab ca. 15.30 Uhr
OFFENE ATELIERS BRANDENBURG:
Samstag, 2. Mai 2026 von 14 bis 18 Uhr | Dokumentationsfilm „Berditschew“ – Vorführung um 16 Uhr
Sonntag, 3. Mai 2026 von 11 bis 18 Uhr | Dokumentationsfilm „Berditschew“ – Vorführungum 11 Uhr und um 16 Uhr
Öffnungszeiten:
BESICHTIGUNGEN immer nach Absprache unter 0179 9070124 möglich.
2010 folgte Thomas Wernicke den Spuren seines Vaters, der 1941 mit der Wehrmacht Richtung Moskau marschiert war. Thomas Wernickes Reisen führten ihn durch Belarus und die Ukraine. In Kiew lernte er Elena kennen, die ihn fortan begleitete und ihm ihre Heimat zeigte. Sie führte ihn auch nach Berditschew, wo die Wehrmacht 1941 rund 20.000 Berditschewer Juden ermordet hatte.
Aus der Reise entwickelte Thomas Wernicke einen umfassenden Werkzyklus, der sich an der Grenze zwischen Kunst und Dokumentation bewegt. In einer Serie von Zeichnung mit unterschiedlichsten Herangehensweisen setzt er sich mit der Täterperspektive auseinander. Eine Fotoserie hingegen zeigt die malträtierten Grabsteinmedaillons des jüdischen Friedhofs in Berditschew. Sie korrespondieren mit einer Videoinstallation und dem Nachbau eines Windrades, das heute auf dem Feld steht, auf dem das Wehrmachtsverbrechen stattgefunden hat.
